Die SPD Mainz-Oberstadt möchte der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer eine Straße im Stadtteil widmen. Dies soll im Zuge der Umgestaltung des Geländes der GFZ-Kaserne geschehen.
„Margot Friedländer war eine der wichtigsten Zeitzeuginnen für den Mord an den europäischen Juden und ein großes Vorbild für alle“, sagt David Wilk (SPD), stellvertretender Ortsvorsteher in der Mainz-Oberstadt. „Die Umgestaltung der GFZ-Kaserne gibt uns die Möglichkeit, diese mutige und couragierte Frau gebührend zu ehren.“ Friedländer war im Mai 2025 mit 103 Jahren gestorben.
„Eine Margot-Friedländer-Straße passt bestens zur toleranten und friedlichen Oberstadt und zur Stadt Mainz“, so Wilk. Auch im Stadtteil habe man allerdings mit den Auswüchsen rechtsextremen Gedankenguts zu tun, etwa durch die Präsenz der Burschenschaft Germania-Halle, die durch den Verfassungsschutz beobachtet wird. „Mit der Straßenwidmung möchten wir auch ein Zeichen setzen – gegen Rechts und für ein friedliches Miteinander.“
Die SPD Mainz-Oberstadt wird in der nächsten Sitzung des Ortsbeirats einen entsprechenden Antrag stellen, sagte Wilk. „Seid Menschen – dieser Ausspruch von Margot Friedländer sollte überall gelten. Dies wollen wir verdeutlichen – mit einer Straße oder einem Platz, die ihren Namen trägt“, so Wilk.
David Wilk und die SPD Mainz-Oberstadt würden sich sehr freuen, wenn sich dem Antrag so viele demokratische Pateien im Ortsbeirat Mainz-Oberstadt wie möglich anschließen würden, um Margot Friedländer die Ehre zukommen zu lassen, die ihr gebührt.
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